Ungarischer Botschafter protestiert gegen ungarnfeindliche Propaganda des ZDF
Vera Lengsfeld Veröffentlicht am 6. September 2019
Es
kommt sehr selten vor, dass sich ein Botschafter öffentlich zu
Vorgängen des Landes äußert, in dem er akkreditiert ist. Zu diesem
ungewöhnlichen Schritt sah sich jetzt der ungarische Botschafter Dr.
Péter Györkös gezwungen. Das ZDF hat mit seinem am Mittwoch den 4.
September gesendeten sogenanntem Dokodrama : „Stunden der Entscheidung“
über die Flüchtlingskrise 2015 und die Rolle Angela Merkels darin, eine
rote Linie überschritten. Die vielen enthaltenen Falschbehauptungen
über Ungarn und seinen Regierungschef Victor Orban haben den Botschafter
veranlasst, sich in einem Brief an Dr. Peter Frey, den Chefredakteur
des Zweiten Deutschen Fernsehens zu wenden. Das angebliche Dokudrama hat
mit seriösem Journalismus wenig zu tun, sondern wirkt wie ein Stück
aus der Feindpropaganda des Kalten Krieges. Nur ist diesmal das
verunglimpfte Land nicht Teil eines feindlichen Blockes, sondern
Mitglied der EU, die…
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